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14.01.2019 06:25
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Apple 2019: Auf was können sich Fans und Anleger einstellen?

iPhone, AirPods & Co.: Apple 2019: Auf was können sich Fans und Anleger einstellen? | Nachricht | finanzen.net
iPhone, AirPods & Co.
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Für Apple geht mit 2018 eine aufregende Achterbahnfahrt zu Ende. Nachdem der Konzern im August als erstes US-Börsenunternehmen die Eine-Billion-Dollar-Marke knackte und im Oktober ein Allzeithoch von 233,47 US-Dollar erreichte, verlor er drastisch an Wert - 25 Prozent tiefer wird die Aktie des iKonzerns derzeit gehandelt.
Im Marktumfeld der Tech-Aktien steht die von Steve Jobs gegründete Firma nicht alleine da, der Sektor war zuletzt sehr geschwächt. Doch die Gründe für die Talfahrt bei der Apple-Aktie liegen auch im schwächelnden iPhone-Absatz. Beim Kernprodukt der Apple-Produktpalette werden immer wieder Stimmen laut, die von einer sinkenden Nachfrage sprechen. Nachdem Apple dann ankündigte, ab sofort keine iPhone-Verkaufszahlen mehr zu veröffentlichen, heizte das die negative Stimmung bei Investoren an - gesenkte Umsatzprognosen von Apple-Zulieferern taten ihr Übriges. Doch wie wird 2019 für Apple laufen? Kann sich das gebeutelte Unternehmen, dessen Aktie sich von allen Jahresgewinnen verabschieden musste, wieder erholen und erneut in ungeahnte Höhen vorpreschen? Und womit können Fans der Apple-Produkte im nächsten Jahr rechnen?

iPhone: Keine umfassenden Design-Veränderungen erwartet

Beim iPhone wird mit keinen umfassenden Design-Überarbeitungen gerechnet. Der übliche Zwei-Jahres-Rhythmus, in dem Apple seine Geräte normalerweise facelifted, wird damit überschritten. Denn bereits seit 2017 sieht das Grunddesign gleich aus: Kein Homebutton mehr, stattdessen Entsperrung über die Face-ID mit einem formatfüllenden Display ohne störende Ränder.

Anne Lee, Analystin bei Nomura, glaubt, dass die derzeitige Formensprache erst einmal noch Bestand haben wird. "Wir gehen davon aus, dass die drei neuen iPhones in der zweiten Jahreshälfte 2019 wahrscheinlich die gleichen Formfaktoren (Größe und Displays) haben werden wie iPhone XR, XS und XS Max." Was zusätzlich dazu kommen könnte, seien Funktionen für Augmented Reality, wie die Analystin bemerkt.

2019 könnte allerdings das letzte Jahr sein, in dem Apple das Design, das erstmals mit dem iPhone X eingeführt wurde, weiternutzt. Ab 2020 gäbe es dann größere Veränderungen in der iPhone-Gestaltung, da ab dann Upgrades für das 5G-Netz und ein umfassenderes Augmented-Reality-System in den Geräten etabliert werden sollen.

Andere Quellen vermuten, dass die iPhones 2019 dünner werden könnten als ihre Vorgänger. So berichtet das koreanische Portal ETNews, das seine Information aus Industrie-Quellen haben will, dass Apple beim Zulieferer Samsung Panels bestellt habe, bei denen keine zusätzliche Schicht auf dem OLED-Display nötig sei, um die Toucheingabe zu gewährleisten. Sollte Apple diese Technologie verwenden, würden die Bildschirme deutlich dünner werden, die Geräte wären zudem etwas leichter.

Rückläufige iPhone-Verkaufszahlen

Analystin Lee von Nomura geht davon aus, dass die Verkäufe des iPhones rückläufig sein könnten. Wo sie für 2018 noch 213 Millionen verkaufte Einheiten erwartet, sagt sie für 2019 nur noch 204 Millionen veräußerte Geräte voraus. 2020 könnten es dann ihrer Einschätzung nach nur noch 200 Millionen iPhones sein, die verkauft werden.

Auch die Investmentbank Morgan Stanley sagt dem iKonzern für das nächste Jahr sinkende Verkaufszahlen voraus. Statt den vorerst erwarteten 213 Millionen verkauften Geräten, rechnen sie nun nur noch mit 200 Millionen verkauften Einheiten. Der Grund hierfür sei laut Analystin Katy Huberty der chinesische Absatzmarkt - hier habe sich der Zeitraum verlängert, bevor chinesische Bürger ein neues Smartphone kaufen würden. Auf den anderen Absatzmärkten sei die Nachfrage, wie aus einer Auswertung von Google-Suchanfragen hervorgehe, allerdings gleich wie in den letzten Zyklen geblieben.

Zeitschriften-Abo-Dienst Texture geht an den Start

2019 will der iKonzern laut einem Bloomberg-Bericht, der sich auf Insider beruft, den Zeitschriften-Abo-Dienst Texture, den Apple im März gekauft hat, starten. Bereits im Frühjahr des nächsten Jahres könnte der Netflix-ähnliche Dienst - für Zeitschriften statt für Filme und Serien - als Premium-Produkt in die Apple News App, die standardmäßig auf jedem englischsprachigen iGerät installiert ist, kommen. Zeitungen wie das Wall Street Journal oder die New York Times aber auch Inhalte des Rolling Stone könnten dann in einem Komplettpaket für 9,99 US-Dollar monatlich für die Nutzer zugänglich sein.

Neues Case für AirPods

Bei den AirPods, den kabellosen Bluetooth-Kopfhörern von Apple, könnte es ebenfalls eine Neuerung geben - wenn auch nur eine kleine. Wie der Analyst Ming-Chi Kuo, der in der Vergangenheit mit seinen Vermutungen oft richtig lag, behauptet, könnte es bereits im ersten Quartal des neuen Jahres ein Update der AirPods geben. Hierbei wird es sich voraussichtlich aber nicht um eine komplette Überarbeitung des kabellosen Headsets handeln, sondern lediglich um eine neue Version des Lade-Cases. Erst 2020 sollen dann laut Kuo gänzlich neu gestaltete Bluetooth-Kopfhörer aus dem Hause Apple auf den Markt kommen.

Kuo geht außerdem davon aus, dass sich die AirPods von einem eher belächelten Produkt zu einem echten Verkaufsschlager entwickeln könnten. Bereits in diesem Jahr rechnet er mit 28 Millionen verkauften Einheiten - bei einem Verkaufspreis von 159 US-Dollar würden sie dem iKonzern damit einen Erlös von 4,4 Milliarden US-Dollar bescheren. 2019 sollen sich die Verkaufszahlen dann fast verdoppeln: 55 Millionen AirPods könnten laut Kuo dann über die Ladentheke gehen.

Mehr deutsche Banken bieten Apple Pay an

Erst kürzlich ist der Smartphone-Bezahldienst Apple Pay in Deutschland gestartet, den Launch hatten iFans schon lange erwartet. Derzeit funktioniert der Dienst bei 15 deutschen Banken, 2019 kommen neun neue hinzu, wie beispielsweise die ING oder VIABUY. Mit dem Smartphone bezahlt werden kann beinahe überall: In Drogeriemärkten wie dm, Kleidungsläden wie Esprit oder H&M, Discountern wie Aldi oder Netto und sogar bei McDonald’s und Burger King können Apple-Kunden ihr Fast Food nun per iPhone bezahlen.

Apple als wertvollste Marke 2019

Das Marktforschungsunternehmen BrandZ sagt Apple für 2019 eine strahlende Zukunft voraus. In einem Ranking der 100 wertvollsten Marken 2019 schafft es Apple für das nächste Jahr auf den ersten Platz - in 2018 musste es knapp hinter Google zurückstecken. Mit einem Markenwertzuwachs von 13 Prozent und einem Markenwert von 316 Milliarden US-Dollar positioniert sich der iKonzern ganz klar an vorderster Front. Die Vorhersagen von BrandZ sind fundiert: Das Unternehmen verfügt über die weltweit größte Marken-Equity-Datenbank, die Einschätzungen beruhen auf Finanzkennzahlen und Meinungen von 164.000 US-Amerikanern. Apple hebt vor allem den Einklang zwischen seinen verschiedenen Geräten gegenüber den anderen Unternehmen hervor.

Gutes Jahr für Apple-Fans und Anleger?

Die Einschätzungen für das kommende Jahr für Apple stehen relativ gut. Auch wenn es keine umfassenden Neuerungen am Design der iPhones geben sollte, wird das Fans nicht unbedingt enttäuschen: Die derzeitige Formensprache ist sehr beliebt. Die rückläufigen Verkaufszahlen des iPhones könnten Investoren zunächst abschrecken, allerdings könnten sie für den Konzern auch eine Chance sein, den Fokus weg vom iPhone und hin zu all den anderen Geräten und Diensten zu lenken, die Apple ebenfalls einen großen Umsatz bescheren.

Theresa Rauffmann / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: TonyV3112 / Shutterstock.com, Denis Kuaev / Shutterstock,.com, KIMIHIRO HOSHINO/AFP/Getty Images

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