14.04.2021 22:36

Bitcoin-Rally: Folgt dem Aufschwung ein Crash wie 2017?

Wiederholung der Geschichte?: Bitcoin-Rally: Folgt dem Aufschwung ein Crash wie 2017? | Nachricht | finanzen.net
Wiederholung der Geschichte?
Folgen
Nicht einmal ganz vier Jahre ist es her, dass der Bitcoin eine beeindruckende Rally hinlegte, ein neues Allzeithoch erklimmen konnte und erstmals in aller Munde war. Doch auf sein damaliges Allzeithoch folgte zunächst ein Absturz. Inzwischen konnte der Bitcoin neue Höhen erklimmen und ist rund dreimal so viel wert wie damals. Könnte es nun erneut zu einem Crash kommen?
Werbung
• Richtiger Ausstiegszeitpunkt: Ulrik Lykke rät Anlegern, nicht zu gierig zu sein
• ESG-Trend und China könnten dem Bitcoin Probleme bereiten
• Andere Situation als 2017 - mehr institutionelle Anleger

Im Jahr 2017 kletterte der Bitcoin im Dezember auf fast 20.000 US-Dollar, nachdem er mit weniger als 1.000 US-Dollar ins Jahr gestartet war, und legte somit um mehr als 1.900 Prozent zu. Ein Jahr später, im Dezember 2018, lag der Bitcoin-Preis allerdings gerade einmal noch bei rund 3.000 US-Dollar - auf die starke Rally folgte der tiefe Fall.

Nun konnte der Bitcoin erneut kräftig anziehen: Von Ende 2019 bis Ende 2020 konnte die beliebte Kryptowährung von etwas mehr als 7.000 US-Dollar um 300 Prozent auf rund 29.000 US-Dollar zulegen. Damit konnte der Bitcoin bereits im vergangenen Jahr sein Allzeithoch von 2017 überwinden - und auch 2021 ging die Rally weiter. Der Bitcoin knackte eine runde Marke nach der anderen und erreichte ein neues Rekordhoch bei mehr als 60.000 US-Dollar.

Könnte den Bitcoin nach diesem starken Lauf nun erneut ein Crash ereilen wie nach seinem Hoch 2017?

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Vorsicht bei einem Ausbruch in nicht nachhaltige Höhen

Zu den extremen Schwankungen des Bitcoin und einem Ausbruch der beliebten Kryptowährung in nicht nachhaltige Höhen, erklärt Ulrik Lykke, Geschäftsführer des Krypto-fokussierten Hedgefonds ARK36, gegenüber The Street, dass die Geschichte die Anleger lehren sollte, nicht übermäßig gierig zu sein. "Wenn der Markt völlig parabolisch wird und der Preis 100.000 bis 300.000 US-Dollar pro Coin erreicht, wird wahrscheinlich ein großer Abschwung folgen, der dem von 2018 ähnelt", so Lykke. "Die Lehre hier ist zu wissen, wie man Gewinne mitnimmt, wenn der Preis so hoch wird, dass ein Verkauf Ihr Leben radikal verändern kann. Mit anderen Worten, wenn absolut jeder, einschließlich Ihrer Großmutter, optimistisch in Bezug auf Bitcoin ist, ist es wahrscheinlich ein guter Zeitpunkt, etwas davon zu verkaufen", zitiert das Nachrichtenportal Lykke.

ESG-Trend und China könnten dem Bitcoin Probleme bereiten

Ein neuer Trend, der dem Bitcoin Probleme bereiten könnte, ist das Thema ESG (Environmental Social Governance). Wie The Street berichtet, erwarteten laut einer Umfrage der London School of Economics 96 Prozent der befragten Unternehmen, die Priorisierung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen im Jahr 2021 zu erhöhen. Der Bitcoin - desen CO2-Fußabdruck laut dem Bitcoin Energy Consumption Index 25 Prozent höher als der der Tschechischen Republik ist und dessen Mining jährlich etwa die gleiche Menge Strom wie die Philippinen verbraucht - und das Mining von Kryptowährungen im Allgemeinen verstoßen gegen diese Prinzipien und stehen daher konträr zum aktuellen Trend der ESG-Investitionen. Eine Prüfung dieser Umweltprobleme könnte laut The Street die institutionelle Unterstützung von Kryptowährungen gefährden und den Bullenlauf ausbremsen.

Auch die Entwicklungen in China könnten The Street zufolge Einfluss auf die weitere Entwicklung des Bitcoin nehmen. Kurz bevor es für den Bitcoin nach seinem Allzeithoch 2017 so steil bergab ging, habe man in China ICOs (Initial Coin Offerings) verboten und Anfang 2018 die Präferenzpolitik für Bitcoin-Mining-Unternehmen in Bezug auf Strompreise, Steuern und mehr beendet. Auch wenn dies Chinas Bitcoin-Industrie nicht abgeschafft habe und chinesische Bitcoin-Fans gelernt haben, die Vorschriften zu umgehen, indem sie USDT verwendeten, versuche China nach wie vor den Bitcoin zu untergraben. So ist schon seit geraumer Zeit bekannt, dass die chinesische Zentralbank an einer eigenen Kryptowährung, einer sogenannten Central Bank Digital Currency (CBDC), dem digitalen Yuan, arbeitet. Doch nicht nur das: Zwar wird das Schürfen von Bitcoin vom Staat noch geduldet, den Handel hat die Regierung jedoch bereits untersagt. "Der größte Teil des Bitcoin-Handels findet nicht gegen Fiat USD, sondern gegen USDT statt", zitiert The Street JPMorgan-Analyst Joshua Younger aus einer Mitteilung. "Sollten Probleme auftreten, die die Bereitschaft oder Fähigkeit sowohl inländischer [chinesischer] als auch ausländischer Investoren zur Verwendung von USDT beeinträchtigen könnten, wäre das wahrscheinlichste Ergebnis ein schwerer Liquiditätsschock für den breiteren Kryptowährungsmarkt, der durch seine unverhältnismäßigen Auswirkungen auf Market Maker im HFT-Stil, die den Flow dominieren, verstärkt werden könnte", so Younger. Angesichts der jüngsten Maßnahmen Chinas zur Annullierung wichtiger Börsengänge, Einschränkung digitaler Zahlungen und anderer strengerer Finanzvorschriften sei The Street zufolge derzeit sicherlich Vorsicht geboten.

Unterschiede zu 2017

Dennoch ist die Situation eine andere als 2017. Allen voran hat sich geändert, dass heutzutage immer mehr institutionelle Anleger in Bitcoin investieren. Es bestehe "kaum ein Zweifel daran, dass der institutionelle Zuflussimpuls in Bitcoin das Jahr 2020 von 2017 unterscheidet", zitiert The Street aus einer Mitteilung von JPMorgan von Anfang 2021. Und der Trend dürfte sich fortsetzen: Eine Umfrage von JPMorgan habe laut Markets Insider ergeben, dass 22 Prozent der institutionellen Anleger, die noch nicht in Kryptowährungen investiert sind, es als wahrscheinlich erachten, dass sie künftig in Kryptos investieren.

Bob Fitzsimmons von Wedbush Securities vergleicht die Geschichte der Kryptowährungen daher auch mit der Geschichte der Internet-Aktien. So seien neue Marktteilnehmer in der ersten Phase der Dotcom-Blase rasch gestiegen und gefallen - und so ähnele auch der Absturz Ende 2017 dem Platzen der Dotcom-Blase Anfang der 2000er. "Die Konsolidierung der Branche nach 2002 und das Aufkommen von Großunternehmen, die von der Netzwerkeffizienz profitieren, haben einen Markt geschaffen, der von hochprofitablen und vollständig akzeptierten Unternehmen dominiert wird, deren Dominanz die in der Blase der späten 1990er Jahre vorgesehene weit übertrifft", zitiert The Street Fitzsimmons - und so befinde sich der Kryptomarkt seiner Meinung nach derzeit eher in dieser Ära nach dem Crash.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lightboxx / Shutterstock.com, Tomas Daliman / Shutterstock.com

Nachrichten zu JPMorgan Chase & Co.

  • Relevant
    8
  • Alle
    8
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu JPMorgan Chase & Co.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
14.04.2021JPMorgan ChaseCo overweightBarclays Capital
06.04.2021JPMorgan ChaseCo kaufenDZ BANK
14.10.2020JPMorgan ChaseCo OutperformCredit Suisse Group
05.10.2020JPMorgan ChaseCo OutperformRBC Capital Markets
14.07.2020JPMorgan ChaseCo NeutralGoldman Sachs Group Inc.
14.04.2021JPMorgan ChaseCo overweightBarclays Capital
06.04.2021JPMorgan ChaseCo kaufenDZ BANK
14.10.2020JPMorgan ChaseCo OutperformCredit Suisse Group
05.10.2020JPMorgan ChaseCo OutperformRBC Capital Markets
19.05.2020JPMorgan ChaseCo OutperformCredit Suisse Group
14.07.2020JPMorgan ChaseCo NeutralGoldman Sachs Group Inc.
02.04.2020JPMorgan ChaseCo HoldDeutsche Bank AG
22.07.2019JPMorgan ChaseCo NeutralGoldman Sachs Group Inc.
28.06.2019JPMorgan ChaseCo HoldDeutsche Bank AG
04.04.2019JPMorgan ChaseCo HoldHSBC
03.08.2017JPMorgan ChaseCo SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.12.2012JPMorgan ChaseCo verkaufenJMP Securities LLC
21.09.2007Bear Stearns sellPunk, Ziegel & Co
18.07.2007Bear Stearns sellPunk, Ziegel & Co
09.10.2006Update Washington Mutual Inc.: UnderperformBear Stearns

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für JPMorgan Chase & Co. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,21590,0095
0,78
Japanischer Yen131,98200,3620
0,28
Pfundkurs0,86870,0001
0,02
Schweizer Franken1,09600,0009
0,08
Russischer Rubel89,5045-0,0935
-0,10
Bitcoin47257,1914506,6523
1,08
Chinesischer Yuan7,82110,0230
0,29

Heute im Fokus

DAX geht deutlich stärker ins Wochenende -- Tesla-Rivale Nikola rutscht tiefer in die roten Zahlen -- Siemens erhöht Prognose -- BMW, adidas, Siltronic, Beyond Meat, Peloton, GoPro im Fokus

Landkreis genehmigt Lagerhalle auf Tesla-Gelände. Frankreich blockiert offenbar EU-Bestellung von BioNTech/Pfizer-Impfstoff - US-Zulassung beantragt. KRONES schließt erstes Quartal besser ab als erwartet. ZEAL legt im ersten Quartal kräftig zu. Geringerer Stellenabbau bei Commerzbank in Deutschland - Commerzbank bildet zusätzliche Rückstellungen. Amadeus IT sieht Lichtblick bei Flugbuchungen.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Top-Rankings

Die zehn größten Übernahmen
Wer legte für wen das meiste Geld auf den Tisch?
KW 21/18: Diese Aktien empfehlen Analysten zum Verkauf
Diese Aktien stehen auf den Verkaufslisten der Experten
KW 21/18: Diese Aktien empfehlen Analysten zum Kauf
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Die Sorge vor der steigenden Inflation wächst; mit welchen Assets Klassen versuchen Sie Ihr Depot zu diversifizieren?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln