Neue US-Zölle: DAX schließt stabil -- Wall Street beendet Handel weit im Plus -- Bayer: Klage gegen J&J eingereicht -- AMD, Meta, PayPal, Strategy, TUI, Novo Nordisk, MTU im Fokus
Standard Chartered senkt Gewinnprognose - Aktienrückkaufprogramm. SFC Energy: Rückkehr zum Wachstum - Fokus auf Verteidigungsgeschäft. INDUS spürt Zollbelastungen - Ergebnisse im Rahmen der Ziele. Gabler legt Preisspanne für geplanten Börsengang fest. CEWE: Umsatz und operativer Gewinn dank starkem Weihnachtsgeschäft gesteigert. Elmos Semiconductor: Stärkeres Wachstum für 2026 erwartet.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag mit Schwankungen.
Der DAX eröffnete die Sitzung etwas tiefer. Nachdem er im Verlauf immer wieder zwischen Nulllinie und Verlustzone pendelte, ging es am Nachmittag dann leicht aufwärts. Letztlich verabschiedete sich das Börsenbarometer jedoch 0,02 Prozent schwächer bei 24.896,25 Punkten.
Der TecDAX verbuchte derweil Gewinne, nachdem er etwas schwächer gestartet war. Er ging 0,77 Prozent stärker bei 3.718,09 Zählern aus dem Handel.
Nach dem schwachen Handel am Vortag, belastet durch Unsicherheiten bei Zöllen, KI-Wettbewerb und geopolitische Spannungen, schaffte es der DAX nicht, sich etwas über der Marke von 25.000 Punkten zu stabilisieren. Anleger zeigten sich vorsichtig. Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners bemerkte laut dpa-AFX: "Die Mutigen sind aktuell in der Minderheit". Die Kombination aus Zoll- und Iran-Risiken führt nach seiner Einschätzung zu einer verstärkten Zurückhaltung bei Investitionen.
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Anleger an den europäischen Börsen griffen am Dienstag moderat zu.
Der EURO STOXX 50 bewegte sich in einer engen Range um seinen Vortagesschlusskurs. Zuvor war er marginal höher in den Handel gestartet. Sein Schlussstand: 6.125,83 Punkte (+0,19 Prozent).
Die Unsicherheiten blieben hoch: Neben neuen US-Zöllen, die in Kraft getreten sind, gab es Sorgen um mögliche Militäraktionen im Iran bis hin zu Bedenken gegenüber disruptiven KI-Technologien. Citrini Research hatte kürzlich ein Szenario veröffentlicht, in dem künstliche Intelligenz die Wirtschaft in naher Zukunft negativ beeinflussen könnte und diverse Geschäftsmodelle bedroht sieht.
Die Berichtssaison gewinnt langsam wieder an Fahrt, und Impulse könnten von der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump in der Nacht zum Mittwoch kommen.
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An den US-Börsen herrschte am Dienstag Optimismus.
Der Dow Jones startete nahe der Nulllinie und konnte anschließend deutlich steigen. Er verabschiedete sich 0,76 Prozent höher bei 49.174,81 Punkten.
Der NASDAQ Composite eröffnete minimal stärker. Auch er zog im Anschluss deutlich an und schloss 1,04 Prozent fester bei 22.863,68 Zählern.
Nach dem deutlichen Kursrückgang zu Wochenbeginn kam es an der Wall Street am Dienstag zu einer Stabilisierung. Dennoch bleiben die Sorgen rund um die US-Zollpolitik sowie mögliche Verwerfungen durch künstliche Intelligenz bestehen. Besonderes Augenmerk gilt in diesem Zusammenhang den Quartalszahlen von NVIDIA, die am Mittwoch nach Börsenschluss veröffentlicht werden. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem der Ausblick des Unternehmens und die geplanten Investitionen in KI. Zuletzt hatten bei anderen großen Technologiekonzernen vor allem hohe KI-Ausgaben für Verkaufsdruck gesorgt.
Die Strategin Christy Tan vom Franklin Templeton Institute verweist darauf, dass die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA das Zollrisiko nicht vollständig beseitige. Zwar werde das "Notfall"-Instrument zur Einführung von Zöllen durch Ex-Präsident Donald Trump eingeschränkt, zugleich lasse das Gericht der Regierung jedoch Spielraum, Abgaben im Rahmen von Gesetz und Verfassung erneut zu verhängen. Auch wenn die Unsicherheit hinsichtlich möglicher neuer Zölle auf juristischem Wege zurückkehren könne, dürfte deren Umfang in Höhe und Breite durch das Urteil begrenzt sein, so Tan. Eine Abschaffung von Zöllen käme einer fiskalischen Lockerung gleich und könnte die Kaufkraft stärken sowie das Wachstum in zahlreichen Branchen ankurbeln.
Die wichtigsten Märkte in Fernost fanden am Dienstag keine gemeinsame Richtung.
In Tokio notierte der Nikkei 225 am letztlich 0,87 Prozent im Plus bei 57.321,09 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um 0,87 Prozent auf 4.117,41 Zähler.
In Hongkong ging es derweil abwärts. Der Hang Seng verlor 1,82 Prozent auf 26.590,32 Zähler.
Die meisten asiatischen Märkte zeigten sich am Dienstag weitgehend stabil und konnten teilweise zulegen, trotz der starken Verluste an der Wall Street. Besonders die Börsen in Tokio und Schanghai profitierten von der Feiertagspause und Nachholeffekten. Nach dem neuntägigen Neujahrsurlaub starteten die chinesischen Festlandmärkte gestärkt, unterstützt von Hoffnungen auf niedrigere US-Handelszölle, was vor allem exportorientierte Sektoren in Japan, Südkorea und China begünstigte. In Hongkong hingegen belasteten die anhaltenden KI-Sorgen aus den USA den Technologiesektor. Citrini Research hatte am Wochenende ein Szenario veröffentlicht, in dem Künstliche Intelligenz die Wirtschaft kurzfristig negativ beeinflussen könnte.
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