Hochspannung vor NVIDIA-Zahlen -- Wall Street schließt verhalten -- DAX beendet Handel stabil -- Mercedes-Benz, Siemens Energy, Rheinmetall, TKMS, DroneShield, Plug Power im Fokus
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Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich im Mittwochshandel unentschlossen.
Der DAX war nahezu unverändert in den Handel eingestiegen pendelte im Verlauf zwischen Gewinn- und Verlustzone hin und her. Er konnte sich in der zweiten Handelshälfte im Plus halten, fiel letztlich jedoch leicht ins Minus zurück. Er verabschiedete sich 0,08 Prozent schwächer bei 23.162,92 Punkten.
Der TecDAX startete mit einem marginalen Abschlag, im Verlauf waren jedoch deutlichere Gewinne zu sehen. Er verließ das Geschehen 0,42 Prozent fester bei 3.430,82 Zählern.
Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des KI-Konzerns NVIDIA blieben die Anleger auch im DAX weiter defensiv.
Die exponentielle 200-Tage-Durchschnittslinie stand beim deutschen Leitindex erneut vor einem möglichen Belastungstest - sie gilt vielen Marktteilnehmern als wichtiger Indikator für den langfristigen Trend. Die einfache 200-Tage-Linie hatte der DAX bereits am Vortag unterschritten, erstmals seit der deutlichen Korrekturphase im April.
In den vergangenen Tagen hat sich die Stimmungslage an den Börsen spürbar und schnell verschlechtert. Noch vor wenigen Tagen schien ein erneuter Anlauf auf das Oktober-Allzeithoch von 24.771 Punkten möglich. Zunehmende Skepsis darüber, ob die US-Notenbank im Dezember tatsächlich eine weitere Zinsen vornimmt, löste Gewinnmitnahmen im Aktienmarkt aus und lenkte Kapital in den Anleihemarkt.Große Aufmerksamkeit kommt am späten Abend aus deutscher Sicht dem Quartalsbericht des KI-Schwergewichts NVIDIA zu. Wachstumswerte reagieren besonders empfindlich auf Zinsänderungen - und zudem wird die Bewertungskraft des gesamten KI-Sektors immer häufiger kritisch hinterfragt.
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Europas Börsen konnten sich am Mittwoch leichte Gewinne verbuchen.
Der EURO STOXX 50 startete marginal schwächer und zeigte sich anschließend in der Verlustzone. Im weiteren Verlauf drehte er jedoch ins Plus und legte zu. Sein Schlussstand: 5.552,37 Punkte (+0,32 Prozent).
Händler sehen weiterhin eine vorsichtige Stimmung an den Aktienmärkten. Allerdings hat sich das Tempo der jüngsten Abgaben über Nacht spürbar abgeschwächt. Sowohl in den USA als auch in Asien zeigten die Indizes erste Ansätze einer Stabilisierung.
Wie es an den Märkten weitergeht, dürfte maßgeblich von den anstehenden Quartalszahlen des KI-Schwergewichts NVIDIA abhängen, die erst nach Handelsschluss in den USA vorgelegt werden. "Mit dem immer kritischeren Blick auf die Bewertungen der KI-Aktien sind die Nvidia-Zahlen ein Schlüssel für das breite Marktsentiment", sagte Analyst Lloyd Chan von MUFG Bank.
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Anleger an der Wall Street blieben am Mittwoch unentschlossen.
Der Dow Jones startete minimal höher in den Tag. Im Verlauf konnte er sich allerdings nicht recht für eine Richtung entscheiden und beendete den Mittwochshandel letztlich wieder 0,10 Prozent höher bei 46.138,77 Punkten.
Der NASDAQ Composite eröffnete den Handel daneben ebenfalls leicht höher und verblieb auch anschließend in der Gewinnzone, bevor er bei 22.564,23 Einheiten 0,59 Prozent fester in den Feierabend ging.
Nach mehreren schwachen Handelstagen an den US-Börsen kam es am Mittwoch zu einer Stabilisierung. Im Mittelpunkt des globalen Interesses stand Branchenführer NVIDIA, der nach Börsenschluss seine Zahlen für das dritte Quartal vorlegte und einen Ausblick präsentierte. Die Anspannung zuvor war groß, denn der Bericht gilt als wichtiger Stimmungstest für die Tech-Giganten insgesamt. Die Bedenken hinsichtlich der hohen Bewertungen von Unternehmen mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz haben zugenommen.
Die wichtigsten Börsen in Fernost zeigten sich am Mittwoch uneinheitlich. Im späteren Verlauf besserte sich die Handelsstimmung.
In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 225 0,34 Prozent tiefer bei 48.537,70 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland legte der Shanghai Composite schlussendlich daneben 0,44 Prozent auf 3.957,28 Punkte zu, nachdem im frühen Handel noch Verluste zu sehen gewesen waren.
In Hongkong waren zum Handelsende noch Verluste zu sehen: Der Hang Seng ging um 0,38 Prozent schwächer bei 25.830,65 Punkten aus dem Handel.
In Tokio belasteten neben den Vorgaben der Wall Street der anhaltende Anstieg der Renditen von Staatsanleihen, wie Marktstrategen anmerkten. Die Marktteilnehmer preisten damit die Erwartung eines Plans zur Ankurbelung der Wirtschaft durch die neue Premierministerin ein.
Vor den Zahlen des Technologieschwergewichts NVIDIA herrschte an den Märkten insgesamt angespannte Ruhe. "Die Ergebnisse heute Abend können eine Volatilität erzeugen, die mit der Veröffentlichung von Inflationszahlen und dem Arbeitsmarktbericht aus den USA, der im Übrigen morgen nachgereicht wird, mehr als mithalten kann", betonte Marktanalyst Luis Ruiz vom Broker CMC Markets. "Die Diskussionen über den KI-Hype haben die Börse voll im Griff und sorgen für entsprechende Nervosität im Vorfeld dieses Termins." Die größten Bedrohungen für NVIDIAs Wachstum seien derzeit der starke Wettbewerb und eine zunehmende Sättigung des Marktes.
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